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Garelzimmer Der zweite Raum im Sommerhaus wird nach dem erhaltenen Freskenzyklus Garelzimmer genannt. An den Wänden haben sich, in unterschiedlicher Erhaltung, Szenen aus dem Roman Garel vom blühenden Tal erhalten. Das Werk wurde von einem Mann, der sich der Pleier nannte, um 1230 verfasst. Es handelt sich um den einzigen erhaltenen Freskenzyklus zu diesem Thema. Der Bestand wurde durch den Absturz der Nordwand des Sommerhauses 1868 und durch verschiedene Wasserschäden beeinträchtigt. Der Zyklus beginnt rechts neben dem Kamin mit der Entführung von König Artus Frau Ginevra. Im zweiten Bild erscheint der Riese Karabin mit der Kriegserklärung von König Ekunaver. Ritter Garel bricht in der Folge auf um gegen Ekunavers Heer zu kämpfen. Eines der ersten Duelle bestreitet er gegen die Ritter Gerhard und Rialt, die er besiegt und zur Gefolgschaft verpflichtet. An der Westwand ziehen sich mehrere Szenen von Kämpfen hin, die zum Teil nicht gut erhalten sind. Schließlich gelingt Garel die Befreiung der Prinzessin Laudamie (links an der Nordwand), die er heiratet (diese Szene ging 1868 verloren). Der Kampf mit dem Untier Vulganus befindet sich heute im angrenzenden Tristanzimmer, da die Fresken beim Wiederaufbau der Nordwand keinen Platz mehr fanden. Die Darstellungen an der Nordwand schließen mit der Heerschau Garels und der Schlacht mit Ekunaver. Garel verpflichtet den geschlagenen Ekunaver zum Friedensschluss mit Artus und die Könige treffen sich an der Tafelrunde (Ostwand). Von besonderem Interesse ist der Kamin
im venezianischen Stil mit gedrehten Stücksäulen, der um 1390
im Sommerhaus eingebaut wurde. An der Vorderseite finden sich drei Wappen
Kaiser Maximilians: links das Wappen von Burgund, in der Mitte der österreichische
Bindenschild und rechts das Wappen von Tirol. |
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