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Wappensaal - Zimmer der Spiele Über dem Mezzaningeschoss im Westpalas von Schloss Runkelstein liegt der Saal der Wappen und ursprünglich ein kleines Zimmer, das vollständig mit Malereien ausgeschmückt war. Von diesem Zimmer der Spiele haben sich nur zwei bemalte Wände erhalten. Im oberen Bereich der Ostwand befindet sich die früheste Darstellung von Schloss Runkelstein. Die Datierung der Malerei wird zwischen 1388, dem Beginn der Umbauarbeiten auf Schloss Runkelstein, und um 1390 angesetzt, da das damals begonnene Sommerhaus auf der Darstellung noch nicht zu sehen ist. Der schlechtere Erhaltungszustand im Vergleich zu den Fresken in den anderen Räumen ist darauf zurückzuführen, dass hier die Farben auf den trockenen Verputz aufgebracht wurden (a secco Malerei). Schloss Runkelstein ist mit großer Liebe zum Detail dargestellt. Im Vordergrund erkennt man den Westpalas und im Hintergrund den Ostpalas. An der Nordseite verläuft die ausgedehnte, mit Schwalbenschwanzzinnen bewehrte Ringmauer, über welche ein hölzerner Kran mit Seil und einem Eimer ragt, um aus dem Flussbett der Talfer Wasser zu schöpfen. An den Ostpalas ist die Kapelle und der Küchentrakt angebaut, dessen Schornstein über dem Dach emporragt. Die angrenzenden Wände bildeten den Saal der Wappen, der mit Terraverdemalerei, Ranken und Tiermotiven (Löwe, Elefant, Panther) im unteren Bereich und unter der Decke mit einem umlaufenden Fries von Wappen geschmückt war. Links neben der Tür kann man noch das Wappen der Vintler inmitten der Wappen anderer wichtiger Adeliger erkennen. Eine kleine Tür führt durch die Ringmauer in einen kleinen gemauerten Erker. Dieser bestand ursprünglich aus Holz und war eine Toilette. |
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